Dach- und Fassadenbau in Norddeutschland.

Author: Eric Dresler

Arbeitssicherheit, Dach

Sicher vernetzt vor Ab- und Durchsturz

Herausforderungen bei der Dachsanierung im laufenden Betrieb

Zwei Dächer der Produktionshallen der J. P. Sauer & Sohn Maschinenbau GmbH, als Teil der Dieter Murmann Beteiligungsgesellschaft (DMB), in Kiel-Friedrichsort sind in die Jahre gekommen und bedürfen einer umfassenden Sanierung. Im Rahmen dieser Modernisierung sollen die Hallendächer sowohl statisch ertüchtigt als auch energetisch saniert werden. Da die Arbeiten auf dem Dach bei laufendem Produktionsbetrieb stattfinden, musste das ausführende Dachdeckerunternehmen besondere Herausforderungen beim Arbeitsschutz meistern.

Blick vom Turmdrehkran auf die Dachsanierungsbaustelle zum Projektstart.

Die J. P. Sauer & Sohn Maschinenbau GmbH in Kiel ist die Firmenzentrale der deutschen mittelständischen Unternehmensgruppe Sauer Compressors mit 14 internationalen Gesellschaften. Das Unternehmen blickt auf eine mehr als 135-jährige Geschichte und über 85 Jahre Erfahrung in der Drucklufttechnik zurück. Der Fokus liegt heute auf der Entwicklung, Fertigung und dem Vertrieb von ölgeschmierten und ölfreien Mittel- und Hochdruckkompressoren für Anwendungen in den Bereichen Marine, Schifffahrt, Industrie und Petro-Industrie.

Das Firmengelände in Kiel-Friedrichsort umfasst etwa 35.000 m² und beherbergt 15 Gebäude, die sich hinsichtlich ihres Baujahrs, ihrer Größe und ihrer Nutzung unterschieden. Zu den älteren Gebäuden gehören die Produktionshallen 3 und 9, in denen die Mechanische Fertigung und Schweißerei (Halle 3) sowie die mechanische und NC-Fertigung (Halle 9) untergebracht sind.

Beide Produktionshallen sind mit Dächern in Satteldach-Form ausgestattet und teilen sich eine gemeinsame Kehle. Halle 9 weist eine Dachneigung von 9° und Halle 3 eine Dachneigung von 16° auf.

Besonderheiten eines Satteldachs

Das Satteldach ist die klassische und am häufigsten anzutreffende Dachform in kalten und gemäßigten Zonen. Es besteht aus zwei entgegengesetzt geneigten Dachflächen, die an der höchsten, waagerechten Kante, dem Dachfirst, aufeinandertreffen. Diese Industriedächer werden häufig mit Bitumen, Kunststoffbahnen oder Metall eingedeckt.

Personenauffangnetze inkl. Kleinteileschutznetz direkt unterhalb der Stahlkonstruktion mit Aufhängeseilen montiert.

Umfang der Sanierungsarbeiten

Witterung und Schwerkraft haben den Dachelementen in den letzten Jahrzehnten schwer zugesetzt, sodass eine umfassende Abdichtung nicht ausreichte, sondern ein Abbruch des bestehenden Dachs notwendig wurde. Mit der Sanierung der beiden Dächer samt Abbruch des Bestandsdachs wurde das Dachdeckerunternehmen Sönke Nissen GmbH & Co. KG aus Fleckeby beauftragt. Die Dächer der Produktionshallen 3 und 9 werden einen neuen Warmdachaufbau, bestehend aus einer Tragschale mit Dachtrapezblechen Profil 85/280 bzw. 135/310, einer Dampfsperre, EPS-Wärme dämmstoff (140 mm) sowie einer zweilagigen bituminöse Dachabdichtung, erhalten.

Trapezblechdacheindeckung

Die Trapezblechdacheindeckung erfolgt im Einfeld-System. Während Halle 3 das Profil 85/280 erhält, wird auf Halle 9 das Profil 135/310 verbaut. Zur Stabilisierung der gesamten Rahmenkonstruktion wurden
durch das Stahlbaugewerk zusätzliche Koppelpfetten in die bestehende Stahlbaukonstruktion im Zuge der Dachumdeckungs arbeiten eingebracht.

EPS-Dämmung

Als Dämmstoff fiel die Wahl auf EPS Dämmstoff mit einer Dämmstoffstärke von 140 mm. EPS (Expandiertes Polystyrol, häufig auch als Styropor® bezeichnet) ist einer der häufigsten Dämmstoffe in der Bauwirtschaft. Das durch Erhitzung um ein Vielfaches aufgeschäumte Polystyrol wird zur Weiterverwendung in Blöcke und Platten gepresst.

Firstlichtband mit integriertem Durchsturzsicherungssystem

Um die künftige Wartung und Instandhaltung der Dachflächen sicher zu gestalten, entschied man sich zudem für zwei flach gewölbte Firstlichtbänder mit je sechs Klappen zur Rauch- und Wärmeableitung sowie einem integrierten Durchsturzsicherungssystem.

Zwei flach gewölbte Firstlichtbänder mit je sechs Klappen zur Rauch- und Wärmeableitung sowie einem integrierten Durchsturzsicherungssystem.

Dieses System ist mit jeweils vier Auffang-/Anpralllastgurten aus bandbeschichtetem Stahlprofil ausgestattet und soll Personen, die sich auf dem Dach befinden, vor Durchsturz oder Durchbruch schützen. Das für die Dächer gewählte Lichtbandsystem ist dauerhaft durchsturzsicher bis zu einer Aufprallhöhe von 240 cm (1200 J Prüflast). Darüber hinaus wurden 21 Anschlagpunkte, sogenannte Sekuranten, auf den neu gebauten Dächern angebracht. An diesen können sich Beschäftigte, die Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten auf dem Dach durchführen, mit ihrer PSAgA (Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz) anschlagen.

Vorbereitung und Start der Sanierungsarbeiten

Für die Sanierungsarbeiten wurde die Baustelle entsprechend den räumlichen Gegebenheiten eingerichtet. Neben einem Turmdrehkran (Liebherr 110 EC-B6 FR.tronic-FU) mit einem 55 m langen Ausleger gehören zur festen Baustelleneinrichtung noch ein WC-Container, ein Bauwagen als Pausenunterkunft sowie Personenauffangnetze inkl. Kleinteileschutznetzen.

Die Netze waren notwendig, um zum einen die Beschäftigten des Dachdeckerunternehmens bei den Arbeiten vor Ab- und Durchsturz zu schützen und zum anderen die Beschäftigten in den Produktionshallen 3 und 9 vor herunterfallenden Elementen zu sichern – denn die Sanierung wurde und wird bei laufendem Betrieb durchgeführt. Dementsprechend war es nicht möglich, andere technische Maßnahmen wie Gerüste oder eine Hubarbeitsbühne zum Schutz der Beschäftigten aufzustellen, weil es keinen Platz dafür gab.

Im Vorfeld der Dachsanierung wurde durch das Dachdeckerunternehmen ein Bauzeitenplan vorgelegt, der vom Architekturbüro Stoffers & Otte in einen Bauablaufplan überführt worden ist. In diesem Ablaufplan ist die feldweise Sanierung der Bestandsdächer grafisch dargestellt. Für den Auftraggeber war es sehr wichtig zu wissen, zu welchem Zeitpunkt Maschinen stillgelegt und Arbeitsprozesse an einen anderen Ort verlegt werden müssen. Somit konnte rechtzeitig – im Vorfeld der Sanierungsarbeiten – die Forderung von Thalke Thormählen, der Sicherheits- und Gesundheitskoordinatorin der ibag, erfüllt werden, dass keine Arbeiten über- bzw. untereinander ausgeführt werden.

Die Schutznetze sind feldweise zwischen den Stahlträgern gespannt.
Im Bauablaufplan ist die feldweise Sanierung der Bestandsdächer grafisch dargestellt.

Einsatz der Personenauffangnetze inkl. Kleinteileschutznetzen

Vor den Sanierungsarbeiten wurden die erwähnten Personenauffangnetze durch die Karnatz Netzmontagen GmbH aus Bad Segeberg montiert. Das darauf spezialisierte Unternehmen wird auch die Demontage der Netze nach Abschluss der Arbeiten übernehmen. Die Montagehöhe beträgt maximal 6,60 m. Des Weiteren wurde ein Kleinteileschutznetz Typ N50 angebracht, das fest mit dem Personenauffangnetz verbunden ist.

Personenauffangnetze sind oberhalb der alten Lichtkuppeln als Durchsturzschutz montiert und mit einem Spanngurt gesichert.
Personenauffangnetze inkl. Kleinteileschutznetz wurden direkt unterhalb der Stahlkonstruktion mit Aufhängeseilen montiert.

Die Personenauffangnetze wurden mit Aufhängeseilen direkt unterhalb der Stahlkonstruktion aufgehängt bzw. mit Rundösen oder Trägerklemmen im Randbereich befestigt. Bei der Montage und der Nutzung der Personenauffangnetze wurden bzw. werden die EN 1263- 1 und -2 und die DGUV Regel 101-011 berücksichtigt (siehe Kasten zum Regelwerk).

TEXT:
Eric Dresler, MBA (Sönke Nissen GmbH & Co. KG)
Anke Templiner (Redaktion BauPortal)
FOTOS: Eric Dresler (§ 13 UrhG)
PLÄNE: Architecten Soffers & Otte
Veröffentlicht in: BauPortal (2022/Q4) – Hochbau, Dach- und Zimmererarbeiten
Fachmagazin der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (ISSN 1866-0207 6693)
QUELLE: https://bauportal.bgbau.de/bauportal-42022/thema/hochbau/absturzsicherung-mit-auffangnetzen (S. 30-33)
Bauvorhaben: „Energiezentrale“ der FERRING GmbH in Kiel
Auftraggeber: Heinrich Karstens Bauunternehmung GmbH & Co. KG
ca. 640 m² ISO-Wandmontage & ca. 300 m² Dach-Trapezblechverlegung
Unsere Kompetenzen: Fassadenbau | Dachbau | Abdichtungen | Bauprojektmanagement | Arbeitssicherheit | Kantteile nach Maß

Neubau einer Energiezentrale in Kiel

Mitarbeiter

Studierter Überflieger landet im Betrieb als Dachdeckermeister

Generation der Hochqualifizierten: Gerade in Familienbetrieben gibt es immer öfter junge Dachdeckermeister, die mit Mitte 20 auch schon studiert haben. Erfahren Sie hier, was Eric Dresler antreibt.

Der Mann ist doch überqualifiziert. Das dachten sich wohl viele Dachdecker, als Eric Dresler sich nach seinem Bachelor-Studium der Volkwirtschaftslehre (VWL) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel bei ihnen für eine Lehre bewarb. Der heute 26-Jährige wollte für seine Ausbildung bei einem großen Betrieb gerne in eine Großstadt ziehen, doch es hagelte Absagen. „Student will hinterher weg, weiß zu viel oder macht nur Ärger“ – Dresler kennt die Vorbehalte. Doch dann traf er auf die Berner-Brüder in Frankfurt am Main, die dort erfolgreich einen Betrieb mit rund 60 Mitarbeitern führen. Da passte es dann, „der Enno Berner hat sofort die Vorteile der erfolgsversprechenden Nord-Süd-Kooperation gesehen“, erinnert sich Dresler.

Ausbildung bei der Gernot Berner GmbH in Frankfurt – mit eigenem Projekt AMS Bau für die Arbeitssicherheit. (Foto: Fabian Frühling)

Eigenes Projekt AMS Bau bereits in der Ausbildung

Vorteile, bei einer auf nur noch 1,5 Jahre verkürzten Lehrzeit? Tatsächlich, denn der junge Mann setzte dank seines Know-hows neben der normalen Ausbildung noch eigene Projekte für Berner um. Im Fokus stand dabei das AMS BAU, ein Arbeitsschutz-Managementsystem für Mitglieder der BG Bau. „Das habe ich in sechs Monaten bis zur erfolgreichen Zertifizierung gebracht“, erklärt Dresler. Er wollte das System in der Tiefe kennenlernen und bei 60 Mitarbeitern war das Projekt auch eine komplizierte Herausforderung ganz nach seinem Geschmack. Zudem betreute der heutige Dachdeckermeister auch den Relaunch der Webseite der Gernot Berner GmbH. Das ist schon außergewöhnlich für einen Lehrling. Doch Dresler ist ja auch kein normaler Lehrling und genau dieses Potenzial haben die Berner-Brüder in ihm gesehen.

Sein Projekt „AMS BAU“ durfte der junge Mann dann sogar auf Vorschlag der BG Bau im Rahmen eines Fachvortrages als Best-Practice-Beispiel bei der Fraport AG, der Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens, vorstellen. Da hatte er wohl vorher gute, beispielhafte Arbeit abgeliefert. Zurück in der Heimat bei der Sönke Nissen GmbH & Co. KG in Fleckeby möchte er nun erneut das AMS BAU etablieren – diesmal eine Nummer kleiner. Der Betrieb hat aktuell fünf Gesellen.

Eric Dresler präsentiert mit Timo Berner die Zertifizierung AMS BAU. (Foto: Dominik Buschardt/ BG Bau)

Begeisterung für die Verbindung von Theorie und Praxis

Woher kommt dieser Drang nach Wissen und dann nach der konkreten Umsetzung? „Die Verbindung von Theorie und Praxis hat mich schon immer begeistert“, sagt der Dachdeckermeister. Schon als Junge nahm ihn sein Vater Stefan Dresler mit hoch auf Norddeutschlands Dächer. „Und zuhause haben wir auch viel selber gebaut, etwa den Carport oder einen Holz-Pavillon im Garten.“ Etwas mit eigenen Händen schaffen, selber überlegen, wie mache ich das – hier liegt eine Leidenschaft von Eric Dresler.

Bereits im VWL-Studium reicht ihm die Theorie nicht. Er jobbte ein halbes Jahr bei der Sönke Nissen GmbH & Co. KG und konnte so sein handwerkliches Geschick unter anderem auf einem spannenden Kalzip-Metalldach bei der Europa-Universität Flensburg anwenden. Zudem arbeitete er ein Jahr als Werkstudent bei der Facility Management Schleswig-Holstein GmbH. Hier ging es um die Instandhaltung des Universitätsklinikums Schleswig-Holsteins an den Standorten Kiel und Lübeck, alte Gebäude und Neubauten inklusive.

Projekt Instandhaltung: im VWL-Studium als Werkstudent gejobbt

Da hat er in einem Bericht den Zustand der vielen Bauteile aufgearbeitet und nebenbei einen Überblick über alle Gewerke erhalten. Sehr jung konnte Dresler sich so schon wertvolles Praxiswissen erarbeiten. Er ist einer der lernen will und das immer wieder neu. Dieser Ehrgeiz treibt ihn an. Für ihn sind alle diese Kompetenzen Mosaiksteine, um später so gut wie möglich einen eigenen Dachdeckerbetrieb führen zu können. Denn schon im Studium wurde ihm klar, dass er gerne selbstständig arbeiten möchte, selber entscheiden statt sich in vorgegebenen Strukturen zu bewegen.

Hatte einen weiten Blick über die Skyline von Frankfurt: Eric Dresler ist inzwischen zurückgekehrt in den Familienbetrieb zwischen Nord- und Ostsee in Schleswig-Holstein. (Foto: Dominik Buschardt)

Nachdem er im Januar 2019 seine Dachdeckerlehre als Bester seines Jahrgangs in der Rhein-Main Region abschloss, hängte Dresler bei den Berner‘s in Frankfurt noch ein paar Monate dran. Da gab es ein offenes Zeitfenster bis zum Beginn der Meisterschule Ende November 2019 in Lübeck-Blankensee. „Ich konnte bei Berner weitere Erfahrung als Bauleiter im Bereich privater Wohnungsbau sammeln. „Wir haben da an mehreren Gebäuden die Dachbegrünungen und Balkonplattenbeläge ausgeführt. Das war viel learning by doing.“

Prüfung zum Dachdeckermeister: Bester mit Note 1

Den Meister schloss Dresler wieder als Bester mit der Note 1 ab. „Geholfen hat mir dabei die hervorragende Ausbildung im Bereich Schiefer. Mein Meisterprojekt war eine eingebundene Schieferkehle, vom Wasserstein gedeckt und mit Wasserstein und Schwärmer eingebunden.“ Natürlich hatte er nach 1,5 Jahren Ausbildung noch nicht so viel Praxisbezug. „Im Meisterkurs waren Teilnehmer mit viel mehr praktischer Erfahrung, da kann ich nur den Hut ziehen“, sagt Dresler. Er ist kein abgehobener Streber, weiß auch die Leistungen anderer zu schätzen und spricht ohne großes Aufheben zu machen von seinen Leistungen und Kompetenzen. Schon in der Schule hat er zwar einerseits „Mathe gerne gemocht und Zahlen spannend gefunden“, aber sich auch sozial engagiert, als Schulsprecher oder im Ehrenamt beim Ruderverein.

Eric Dresler vor seinem Meisterstück in Lübeck-Blankensee: einer eingebundenen Schieferkehle.

Berufsbegleitend folgt Master-Studium mit Fokus Projektmanagement Bau

Ausbildung und Dachdeckermeister, das ist aber noch nicht alles. Berufsbegleitend macht Dresler seit Oktober 2018 seinen Master of Business Administration (MBA) an der Bauhaus-Universität in Weimar mit dem Fokus auf Projektmanagement am Bau. Bis Mai 2021 will er seine Abschlussarbeit fertig haben. Worum geht es beim Master? „Kosten, Termine & Leistungen: Konkret, wie setze ich Projekte auf, wie führe ich Teams und organisiere die Zusammenarbeit mit Architekten, Bauherren und Gewerken“, erklärt Dachdeckermeister Dresler.

Learning by doing: Eric Dresler konnte in seiner Lehre viel praktische Erfahrung auf den Baustellen sammeln. (Foto: Fabian Frühling)

Feinschliff im Familienbetrieb für den Dachdeckermeister

Ist er nicht überqualifiziert in einem kleineren Betrieb wie der Sönke Nissen GmbH & Co. KG? „Nein, ich sehe das als riesige Chance, um von Sönke Nissen und meinem Vater den Feinschliff zu erhalten, und mich so auf die Selbstständigkeit im Dach- und Fassadenbau vorzubereiten. Ich bin erstmal angestellt und viel mit meinem Vater unterwegs.“ Der stellt ihn schon mal bei Kunden und Architekten vor und nimmt ihn mit auf die Baustellen im Dach- und Fassadenbau. Was sind seine nächsten Ziele? „Kurzfristig möchte ich die Kundschaft kennenlernen, erste Projekte kalkulieren und realisieren sowie Mitarbeitergewinnung und die Ausbildung neuer Dachdecker-Gesellen nach vorne bringen.“

TEXT: Knut Köstergarten (10.09.2020) FOTOS: Fabian Frühling
Veröffentlicht in: DAS DACH (2020/Q4) – DACHDECKER LIFESTYLE
QUELLE: https://dach.live/dachdecker-lifestyle/studierter-ueberflieger-landet-im-betrieb-als-dachdeckermeister

Eric Dresler legt am 17.07.2020 vor der Handwerkskammer Lübeck die beste Meisterprüfung im Dachdeckerhandwerk in Norddeutschland ab.

Bester Dachdeckermeister Norddeutschlands

Mitarbeiter

Schneid gehabt

WEILBURG – Leon Oetzel aus Wiesbaden wird der Dachdecker sein, der die Innungen Frankfurt, Limburg-Weilburg, Wetzlar, Fulda und Main Taunus/Wiesbaden beim Bundesentscheid am 4. und 5. November in Bad Schlema/Sachsen vertreten wird.

Leon Oetzel vom Betrieb Stefan Oetzel hat sich für den Landesentscheid in Weilburg mit dem Schwerpunkt Dachdeckungstechnik angemeldet und sich mit vier weiteren Dachdeckern den Jurymitgliedern im Dachdeckerzentrum Weilburg gestellt.

Fünf ehemalige Dachdeckerlehrlinge hatten sich dem Urteil der Jury gestellt. Voraussetzung war bei der Gesellenprüfung in ihrer Innung die Prüfung mit mindestens einer 2,0 und als Bester oder als Beste bestanden zu haben. Doch nicht jeder, der diese Kriterien erfüllte, wollte sich auch dem Landeswettbewerb stellen. Wie von Achim Nagel als Mitglied der Prüfungskommission zu hören war „gehört dazu auch der Schneid“.

Den hatten an diesem Tag neben Oetzel von der Dachdeckerinnung Frankfurt, Eric Dresler aus Frankfurt mit Schwerpunkt Abdichtungstechnik und der Abdichtung einer Bitumenbahn mit Lichtkuppelecke als Hauptstück, von der Innung Limburg-Weilburg Domenik Zabel aus Elz mit Schwerpunkt Dachdeckungstechnik und ein Hauptarbeitsstück in Doppeldeckung.

Achim Nagel überreicht Eric Dresler seine Urkunde als Anerkennung für die Teilnahme am Hessischen Landesentscheid in Weilburg

Von der Innung Wetzlar ging Jonas Rosenkranz aus Braunfels mit Schwerpunkt Abdichtungstechnik mit dem Hauptarbeitsstück abdichten einer Dachfläche und für die Innung Fulda Taliha Greb aus Wartenberg mit Schwerpunkt Dachdeckungstechnik an den Start. Sie stellten sich der Jury, die aus Jörg Halberstadt, Melanie Bernhardt und Florian Häßner bestand.

Foto: Jonas Rosenkranz, Talitha Greb, Leon Oetzel, Eric Dresler und Domenik Zabel (v. l.) stellten sich er Jury beim Landesentscheid, den letztendlich Leon Oetzel gewann. Foto: Klaus-Dieter Häring

TEXT: Klaus-Dieter Häring (11.10.2019) FOTOS: Melanie Bernhardt
Veröffentlicht in: VRM Wetzlar GmbH – Schneid gehabt (11.10.2019)
QUELLE: https://www.mittelhessen.de/lokales/limburg-weilburg/weilburg/schneid-gehabt_20515830